Hydrocephalus
Das Gehirn hat 4 Kammern (Ventrikel genannt), die Liquor cerebrospinalis (CSF) enthalten. Die beiden lateralen Ventrikel kommunizieren über die Monro-Löcher mit dem 3. Ventrikel, und der 3. Ventrikel ist über das Sylvius-Aquädukt mit dem 4. Ventrikel verbunden. Wenn diese Hohlräume übermäßig erweitert sind, spricht man von Hydrozephalus.

Wenn die Dilatation auf eine zerebrale Atrophie (Alter, Demenz) zurückzuführen ist, wird sie manchmal als exvacuo hydrocephalus bezeichnet, aber der Begriff Hydrocephalus wird in diesem Fall etwas überstrapaziert.
Hydrozephalus und MRT :

 

Die Art der Sequenz, die bei der MRT verwendet wird, verändert das Erscheinungsbild der Bilder drastisch, hilft jedoch bei der Abschätzung des Druckgradienten mit dem Gehirn (transependymale Diffusion).

Beim Hydrozephalus wird der Corpus callosum durch die Erweiterung des 3. Ventrikels gedehnt und sieht daher dünner aus. Diese Erweiterung des 3. Ventrikels kann auch die Ursache für das extrapyramidale Syndrom (Parkinson-Syndrom) sein.
 
Diese sagittale MRT zeigt dies gut. Die geringe Größe des Aquädukts und des 4. Ventrikels zeigt, dass es auch eine relative Stenose dieses Aquädukts gibt.
Klinische Präsentation
Erwachsener Hydrozephalus:

Adams Triade

 

  • Gehstörungen

  • Inkontinenz

  • Neuropsychologische Verschlechterung

Behandlung
Erwachsener Hydrozephalus:

 

  • Enthaltung

  • Iterative Lumbalpunktionen

  • Lumbopperitonealer Shunt

  • Ventrikuloperitonealer Shunt

  • Ventrikulokardialer Shunt

Anderer Hydrozephalus:

 

  • Enthaltung

  • Ventrikulostomie des Bodens des 3. Ventrikels

  • Behandlung einer möglichen Obstruktion (z. B. Tumor)

  • Ventrikuloperitonealer Shunt

  • Ventrikulokardialer Shunt

Die klassischste Behandlung für Hydrozephalus ist der ventrikuloperitoneale Shunt. Ein Drain wird in die lateralen Ventrikel implantiert, normalerweise rechts, entweder in das Frontalhorn oder in das Occipitalhorn. Der Drain wandert dann durch das subkutane Gewebe zum Bauch, wo der Drain dann durch das Peritoneum implantiert wird. Das Peritoneum nimmt dann die Flüssigkeit auf und dieses System fungiert als "Überlauf". Ein Zwischenventil wird verwendet, um den Öffnungsdruck des Systems oder seinen Durchfluss zu regulieren.
Ventil für ventrikuloperitonealen Shunt. Es ist eines der ersten und einfachsten Modelle, die sich bei einem bestimmten festen Druck öffnen.
Es gibt auch einstellbare Ventile ohne Wiederinbetriebnahme, Ventile mit konstantem Durchfluss usw.
Profil Röntgen des Schädels:
Der zentrale Teil des Ventils ist strahlendurchlässig und vermittelt den falschen Eindruck einer Trennung vom System.
Röntgen des vorderen Schädels:
Der zentrale Teil des Ventils ist strahlendurchlässig und vermittelt den falschen Eindruck einer Trennung vom System.

Der ventrikuläre Abfluss verläuft über die Mittellinie, was keine perfekte Platzierung ist.
Eine ganz besondere Situation des Hydrozephalus ist die Stenose des Aquädukts von Sylvius.

Dies kann behandelt werden, indem ein kleines Loch in den Boden des 3. Ventrikels gemacht wird, damit dieser mit den Zisternen der Basis kommuniziert.
Das Loch wird unter endoskopischer Kontrolle hergestellt, idealerweise kombiniert mit stereotaktischer Führung.
Das gezeigte Endoskop ist ein flexibles Endoskop, aber viele Neurochirurgen bevorzugen für dieses Verfahren ein starres Endoskop
Das Endoskop wird vom lateralen Ventrikel zum 3. Ventrikel durch das Foramen von Monro geführt, wobei darauf zu achten ist, dass der Fornix nicht beschädigt wird.
 
Im Boden des dritten Ventrikels wird dann ein Loch erzeugt und mit einem kleinen Ballon vergrößert.
 
Ventrikulärer Shunt: Neuronavigation
Ventrikuläre Drainagen werden herkömmlicherweise "freihändig" unter Verwendung der Pupillenlinie und des äußeren Gehörgangs als Orientierungspunkte implantiert.

Da Neuronavigationsgeräte in den meisten Zentren verfügbar sind, ist es legitim zu fragen, ob man solche Maschinen verwenden sollte, um "eine einfache Drainage" zu implantieren, insbesondere in sehr großen Ventrikeln.
Dieses Beispiel zeigt eine schlechte Drainageplatzierung in großen Ventrikeln. Die Eingabe ist korrekt, aber der Abfluss ist zu lang und führt an Monros Foramen vorbei, um in den kontralateralen Thalamus zu gelangen ...
Cet exemple est similaire au précédent avec des ventricules moins larges. Le drain est à nouveau trop long et abouti dans le thalamus controlatéral.

Ces deux exmples ont été effectués par des neurochirurgiens très expérimentés. Cela suggère que même en des mains expertes, un placement à main levée peut être inadéquat. L'usage des techniques de Neuronavigation semble dès lors apporter une sécurité supplémentaire.