Periradikuläre Injektion
Der periradikuläre Weg besteht darin, das Medikament direkt am Ausgang des Nervs aus der Wirbelsäule (gegenüber dem Ganglion spinalis) zu injizieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Indikationen:
 
  • Foraminale und extraforaminale Bandscheibenvorfälle : Foraminale und extraforaminale Bandscheiben üben eine Kompression auf den Nerv in Höhe seines Austritts aus der Säule aus und sind daher ein guter Hinweis auf diese Art der Infiltration.
     

  • Periradikuläre Fibrose : Nach Isthmotomie (klassische Operation bei foraminalen und extraforaminalen Hernien) oder TLIF (Spondylodese durch lateralen Zugang) kommt es leider häufig zu einer signifikanten Fibrose (Narbe) im periradikulären Bereich, die Schmerzen verursachen kann. Periradikuläre Infiltration kann dazu beitragen, dass diese Narbe den Nerv weniger stört.

Risiken und Nachteile periradikulärer Injektionen:

 

  • Wenn die Nadel zu weit vorgeschoben ist, erreicht sie das Ganglion des Nervs. Diese Fehlstellung der Nadel ist unbedingt zu erkennen, da eine Injektion in das Ganglion spinalis chronische Schmerzen mit sensorischen Störungen in Form von Parästhesien (Kribbeln) und Dysästhesien (Brennen bei Berührung) verursacht. Aus diesem Grund müssen diese Infiltrationen unbedingt unter fluoroskopischer Anleitung durchgeführt werden.
     

  • Bei einem mittleren oder paramedianischen Bandscheibenvorfall ist die Indikation zur periradikulären Infiltration fraglich, da die Injektionsstelle relativ weit von der Kompressionszone des Nervs und vom Bandscheibenvorfall entfernt ist. Ein anatomisches Risiko besteht ebenfalls, da die Hernien im Median und im Rettungssanitäter den Nerv komprimieren, der auf dem darunter liegenden Boden austritt, und es daher wichtig ist, sich nicht auf der Ebene zu irren!
     

  • Ein Nachteil des periradikulären Weges ist die schnelle Eliminierung des Arzneimittels, da dieser Bereich sehr gut vaskularisiert ist.

Hernie discale foraminale
Foraminalhernie :

 

  • Auf einem Radikulogramm (linkes Bild) sind foraminale und extraforaminale Bandscheibenvorfälle schwer zu erkennen

  • Auf dem CT-Scan (rechtes Bild) und der MRT sind dagegen foraminale und extraforaminale Hernien leicht zu erkennen.

  • Eine foraminale oder extraforaminale L4-L5-Hernie komprimiert die L4-Wurzel (Austritt auf gleicher Höhe)

Hernie discale paramédiane
Paramedian Hernie :

 

  • Ein paramedianischer L5-S1-Leistenbruch komprimiert die S1-Wurzel (Austritt auf das zugrunde liegende Niveau)

  • Dies ist wahrscheinlich keine gute Indikation für eine periradikuläre Infiltration