Hirntumoren
Der Begriff " Hirntumoren " umfasst im Allgemeinen echte Hirntumoren, aber auch Tumoren der Hüllen (Meningen, Schädel usw.), die streng genommen keine Hirntumoren sind.

Intrakranielle extrazerebrale Tumoren manifestieren sich letztendlich als intrazerebrale Tumoren, weil sie das gesunde Gehirn komprimieren, was die historische Umgruppierung dieser beiden Einheiten erklärt.
Sowohl Hirntumoren als auch extrazerebrale Tumoren umfassen Primärtumoren und Sekundärtumoren (Metastasen).
Die Inzidenz von primären Hirntumoren beträgt ungefähr 6 Neuerkrankungen pro Jahr pro 100.000 Einwohner. Auf Schweizer Ebene (8.600.000 Einwohner im Jahr 2018) entspricht dies 516 Neuerkrankungen pro Jahr.
Die Lokalisation von Hirntumoren ist bei Erwachsenen hauptsächlich supratentoriell, während sie bei Kindern hauptsächlich infratentoriell ist.
Das klinische Erscheinungsbild hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:
  • Zerstörung des Gehirngewebes
  • Massenwirkung
  • Lokale Stoffwechselveränderungen
Sowohl die Zerstörung des Gehirngewebes als auch der Masseneffekt können fokale neurologische Defizite (motorisch, sensorisch oder neuropsychologisch) hervorrufen.
Epileptische Anfälle sind hauptsächlich auf lokale Stoffwechselveränderungen zurückzuführen, die am Ursprung der Anfälle "elektrische" Störungen hervorrufen.
Intrakranielle Hypertonie ist eine ziemlich späte Manifestation, die mit drei Hauptfaktoren zusammenhängt:
  • Tumorvolumen
  • Perilesionales Ödem
  • Behinderung der CSF-Zirkulation
Intrakranielle Hypertonie äußert sich in Kopfschmerzen, verminderter Sehschärfe, Erbrechen und schließlich Bewusstseinsstörungen.
Lassen Sie sich jedoch nicht von Kopfschmerzen (Cephalgien) beunruhigen, da diese fast nie die erste Manifestation eines Gehirntumors sein werden. Die häufigsten Ursachen sind Migräne und Spannungskopfschmerzen (häufig im Zusammenhang mit zervikalen Pathologien).
Glioblastom
 
Gliome sind Tumoren, die aus den Stützzellen des Nervensystems entstehen. Die Malignität dieser Tumoren ist ziemlich abgestuft.

Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass ihre Position (in einem kritischen Bereich des Gehirns oder nicht) genauso wichtig sein kann.
Die natürliche Entwicklung von minderwertigen Gliomen ist leider eine unvermeidliche Umwandlung in Glioblastome durch aufeinanderfolgende Mutationen.
Die nebenstehenden CT-Scans zeigen ein temporales Glioblastom vor und nach der chirurgischen Entfernung.
Glioblastome sind Tumoren, die auf intensive und heterogene Weise (in Verbindung mit Nekrose-Bereichen) Kontrastmittel aufnehmen und einen deutlichen Masseneffekt verursachen.

Glioblastome können sowohl im CT als auch im MRT mit Metastasen oder Abszessen verwechselt werden.
Leider ist die Behandlung von Glioblastomen derzeit kaum kurativ, jedoch haben sich das Überleben und die Überlebensqualität in den letzten zehn Jahren durch die Kombination von Behandlungen erheblich verbessert.
Die vollständige Entfernung des Tumors ist ein entscheidender Schritt, der jedoch je nach Lage des Glioblastoms (z. B. teilweise in einem Bereich der Zunge) nicht immer möglich ist. Das Konzept der vollständigen Resektion ist makroskopisch, da es auf mikroskopischer Ebene immer andere Tumorherde gibt. Daher ist in allen Fällen eine systemische Behandlung des gesamten Gehirns erforderlich.
Die Behandlung des gesamten Gehirns von Patienten mit Glioblastom erfolgt durch Strahlentherapie (in hohen Dosen, aber geteilt) und Chemotherapie. Immunologische Behandlungen werden ebenfalls untersucht.
Glioblastome haben wie Metastasen manchmal große Zysten mit einem signifikanten Masseneffekt. Diese Zysten können möglicherweise Gegenstand einer palliativen Behandlung in Form einer Implantation eines Abflusses sein (zum Beispiel, wenn der Patient keinen größeren Eingriff durchführen kann oder will). Dies sind jedoch ziemlich seltene Situationen.
 
Gliome
Hirnstammgliome
 
Ependymom
 
Meningiom
Hyophyseales Adenom
Hypophysenadenome sind gutartige Tumoren.

Einige Adenome werden sekretieren (Prolaktin, Wachstumshormon usw.), während andere sich nur durch ihre Massenwirkung auf den Hypophysenstamm oder hauptsächlich auf das optische Chiasma manifestieren.
Die gegenüberliegende Büste zeigt die klinischen Manifestationen einer Akromegalie, die durch ein Hypophysenadenom verursacht wird, das Wachstumshormon (GH) produziert.
Diese koronale MRT mit Gadolinium zeigt die intensive Kontrastverstärkung des hyophysären Adenoms und die Beziehung zu den Nebenhöhlen (die inneren Halsschlagadern erscheinen in dieser Sequenz schwarz).
Behandlungen:
Grundsätzlich gibt es 4 Behandlungsmöglichkeiten für Hypophysenadenome:

 

  • Klinische und radiologische Überwachung

  • Arzneimittelbehandlung zum Bremsen

  • Radiochirurgie

  • Operation